
An einer steilen Böschung an der Zauckeroder Straße steht die mächtige Stiel-Eiche mit einer recht harmonischen, gleichmäßig entwickelten Krone. Während der Name des heutigen Freitaler Ortsteils Pesterwitz wohl nichts mit "Pest“ zu tun hat, ist das bei der Pesteiche ganz anders: Sie ist die letzte von ursprünglich sieben Eichen, die 1681 von Pastor Achatius Thomae aus Dankbarkeit über das Ende eines regionalen Pest-Ausbruchs gepflanzt wurden [1,2]. Auf dem "Naturdenkmal“-Schild fehlen aber diese Informationen.
Die Eiche wurde schon mehrfach eingekürzt, wobei die Schnittwunden zumeist gut verheilten und sich danach neuer Austrieb zeigte [3]. Lediglich eine 2008 schon größere Faul-Höhle am Stamm ist noch heute feststellbar. Nach 2008 muss sich der üppige Efeu-Bewuchs entwickelt haben, der vor einiger Zeit weitgehend entfernt wurde. Außerdem wurde der Baum mit einer Kronensicherung versehen. Seit 2004 ist noch Zuwachs belegbar: 2004 betrug der Umfang starke 5,4 m, 2008 5,58 m [3]. Zuletzt (2022) wurde ein Umfang von 5,9 m gemessen. Fruchtkörper von mindestens drei verschiedenen Arten von Porlingen deuten inzwischen (2022) auf die nachlassende Vitalität dieses Naturdenkmals hin.
Diese Eiche steht hier stellvertretend für viele weitere wertvolle Bäume im Raum Freital am Rande des Osterzgebirges, die auch von Mitgliedern des Arbeitskreises Naturbewahrung erfasst wurden. Sie sollen zukünftig im Rahmen einer größeren Studie eingehender untersucht werden.
Quellen:
[1] Große Kreisstadt Freital (Hrsg.) 2005. Rund um Freital (II) Zauckerode – Wurgwitz mit Niederhermsdorf und Kohlsdorf – Pesterwitz. – Freital.
[2] Lux, K. Eichen in Pesterwitz. – Privatarchiv.
[3] Schröder, R. 2008. Stieleiche Freital OT Pesterwitz. Aufnahme 30.03.2008. – Karteikartensammlung zu besonderen Bäumen im Umkreis von Dresden, Privatarchiv (unveröffentlicht).
Informationen
Ort
Freital, Stadt
Pesterwitz
Schutz
-
Patenbaum
nein